• Sarah Jankowsky

Wie du leichter Entscheidungen treffen kannst.

Kennst du das Gefühl, dass dein Kopf raucht, weil du so viel zu tun hast? Der Tag ist fast vorbei und gefühlt hast du mal wieder nichts geschafft? Kennst du das Gefühl, dass du am liebsten 1000 deiner Ideen umsetzen würdest, am besten alle auf einmal und am Ende nichts zu Ende bringst, vielleicht nicht mal damit anfängst? Kennst du das Gefühl, dass du so gerne etwas Neues ausprobieren möchtest, aber dich einfach nicht traust?


Eigentlich haben wir ein Luxusproblem: Die Welt steht uns offen. Wir haben hunderte Möglichkeiten. Wir können eine Ausbildung machen, wir können studieren, die Welt bereisen oder Zuhause in der Heimat bleiben. Wir können uns aussuchen mit wem wir eine Partnerschaft eingehen möchten, oder ob wir lieber als Single leben möchten. Wir können uns entscheiden, ob wir uns Vegan oder Paleo ernähren möchten und welche Sportarte wir ausüben möchten

Wir leben in Freiheit und die Welt ist voller Möglichkeiten. Das Leben scheint fast wie ein bunter Süßigkeitenladen zu sein. Voller Verlockungen und Verheißungen. Alles ist zum Greifen nahe.



Und dennoch haben so viele von uns das Gefühl nicht voran zu kommen. Wir sehnen uns nach mehr Zufriedenheit und Fülle, in einer Umgebung in der scheinbar alles zu haben ist... wenn wir nur danach greifen würden.


Was hindert uns also daran?


Mit den zunehmenden Möglichkeiten steigt auch die Angst, dass wir uns falsch entscheiden könnten. Wir haben Angst, dass wir den falschen Weg einschlagen könnten oder gerade deswegen etwas verpassen könnten #FOMO! Manchmal haben wir auch Angst, dass unsere Entscheidung negative Konsequezen mit sich bringen könnte. Wir befürchten anderen vor den Kopf zu stoßen, Anerkennung zu verlieren oder unsere Lage zu verschlechtern. Wir malen uns Szenarien im Kopf aus, bevor wir überhaupt einen Schritt in Richtung entscheidung gemacht haben.


Wir haben die seltsame Vorstellung, dass es nur richtig oder falsch gibt. Unser Kopf redet uns ein, dass wir uns entweder "richtig" oder "falsch" entscheiden können. Wahrscheinlich wäre es uns am liebsten, dass wir auf wundersame oder magische Weise immer bereits im Vorfeld wüssten, ob wir mit unser Entscheidung das Glück erleben, dass wir uns wünschen. Doch solange es keine Zeitmaschine in die Zukunft gibt, müssen wir wohl andere Wege finden, die es uns erleichtern eine Entscheidung zu finden.


Die Wahrheit ist: Keine Entscheidug ist schlimmer als die vermeintlich falsche Entscheidung.

Wenn wir uns nicht entscheiden, bleiben wir über kurz oder lange stecken. Wir kommen nicht vom Fleck und am Ende passiert genau das, wovor wir eigentlich Angst haben, wir verpassen Chancen und die Möglichkeit Neues kennenzulernen und zu Wachsen. Letztendlich wirst du nie wissen, was passiert wäre wenn du dich anderes entschieden hättest.

Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird. (Charles des Gaulle)

Damit es dir künftig leichter fällt eine Entscheidung zu treffen möchte ich dir ein paar Methoden vorstellen, die du jederzeit anwenden kannst. Und da es kleine und große Entscheidungen gibt und wir alle unterschiedlich sind, stelle ich dir unterschiedliche Ansätze vor, damit du feststellen kannst, was mir resoniert.


10-10-10 Methode


Oftmals sind es unsere Ängste, die uns davor zurückhalten eine Entscheidung zu treffen. Manche sind bestimmt durchaus berechtigt und verdienen es beachtet und gehört zu werden. Doch verliere dich nicht in ihnen. Meist sind es eher diffuse Ängste, die wenn wir einmal hinter ihre Fassade blicken nicht so dramatisch sind, wie uns unser Kopf einreden möchte.


Daher stelle dir die folgenden Fragen:


- Welche Folgen wir meine Entscheidung in 10 Minuten haben? - Welche Folgen wir meine Entscheidung in 10 Monaten haben?

- Welche Folgen wir meine Entscheidung in 10 Jahren haben?


Lass dir für die Beantwortung aller Fragen ruhig etwas Zeit und notiere dir deine Antworten schriftlich. Basierend auf deinen Antworten triffst du eine Entscheidung.


Gummiband-Übung


Wann immer du eine Entscheidung triffst ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du etwas Altes zurücklässt oder zumindest einen Teil davon lässt. Vielleicht handelt es sich dabei ja auch um etwas, dass du eigentlich magst oder mit was du dich wohl fühlst.


Bei der Gummiband-Übung geht es darum, dass du dir bewusst macht, welche Aspekte dich von der Entscheidung "wegziehen" und welche dich "hinziehen". Es ist also eine Art Pro und Con Liste. Erstelle also zwei Spalten und trage deine Aspekte an. Ein kleiner Hinweis: Hier geht es um die Qualität der Punkte, nicht darum, welche Liste am Ende länger ist.


Höre auf deine Intuition


Unsere Intuition hat immer Recht. Immer. Daher höre auf den ersten Impuls, den ersten Gedanken, der auftaucht, wenn du vor eine Entscheidung stehst. Was immer dir dein Herz rät, es hat Recht und weist dir den Weg. Vertraue auf deine innere Weisheit und lass dich nicht vom Verstand entmutigen, der sich sehr schnell melden wird um dir sehr anschaulich und durchaus logisch erklären wird, warum du wahnsinnig sein müsstest, um aufs Herz zu hören.


Schmeiß ne Münze


Wenn du jetzt denkst "Ernsthaft?" - Ja, ernsthaft. Wenn du zwischen den Stühlen stehst und dich zwischen A und B entscheiden musst, dann werfe eine Münze. Kurze Entscheidungsübung davor. Welche Seite der Münze repräsentiert welche Entscheidung. Wirf die Münze und schaue wie sie fällt. Wenn dir die Entscheidung der Münze total missfällt, dann hast du ebenfalls einen Hinweis. Richtig: Deine Intuition wird sich blitzschnell bei dir melden. Also sei darauf vorbereitet für die Stimme deines Herzens zu sein.


Schaukelstuhl-Übung


Jetzt spielen wir doch ein bisschen mit der Zeitmaschine. Stelle dir vor, du bist bereits 90 Jahre alt. Du bist eine weise alte Frau oder auch ein weiser Mann und hast den Großteil deines Lebens gelebt. Es war ein bewegtes Leben, ein erfülltes und meist glückliches Leben. Zu blickst voller Freude und Dankbarkeit zurück.


- Welche Momente haben dich glücklich und erfüllt gemacht?

- In welche Situationen haben dich vor Glück zum Weinen und Lachen gebracht?

- Auf welche Leistungen bist du stolz?

- Wenn du eine Reden vor den Leuten die du liebst und die dich lieben halten solltest, was würdest du erwähnen?


Diese Übung erfordert Ruhe, schließe deine Augen und entspanne dich. Lass dir Zeit bis die Bilder vor deinem geistigen Auge auftauchen. Vertraue auch hier wieder auf dein Herz und deine innere Weisheit.


Diese Übung wird dir zu einem deutlich machen, welche (verborgenen) Wünsche und Bedürfnisse in dir schlummern. Sie wird dir zeigen, welche Ziele du hast.

Frage dich: Welchen Weg musst du gehen, um diese alte Dame und dieser alter Herr zu werden. Welche Entscheidungen musst du treffen?


Nichts ist für die Endlichkeit


Am Schluss möchte ich dir noch eines mitgeben. Auch eine getroffene Entscheidung kann man justieren. Gut - Rückgängig kannst du sie nicht machen, doch du kannst dich in jedem Moment dazu entscheiden, wie du mit den Konsequenzen umgehst und wie wie sie beurteilst.


Manchmal erscheint dir eine Entscheidung vielleicht nicht richitg, weil sie dir nicht direkt das Ergebnis liefert, das du dir doch so sehr gewünscht hast. Oder sie führt dich zuerst einmal auf einen Weg, den du gar nicht einschlagen wolltest.


Doch es steht in deiner Macht und in deiner Verantwortung das Beste daraus zu machen. Du kannst entscheiden, ob du es als Chance oder Abenteuer betrachtest oder als Niederlage und dich im Schmerz verlierst.

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